wtorek, 7 czerwca 2011

wiosna arabska w europie środkowo-wschodniej

arabischer fruehling in mittel-ost-europa

"nicht alles was zaehlt kann gezaehlt werden."
albert einstein


I
alles was zaehlt ist der mensch

II
ob man noch nach tunis und kairo reisen duerfe
nach havanna nach tripolis nach

auch der tourist ist ein zoon politikon

III
kein wort von minsk

ja wenn belarus straende haette
und ausgrabungen

IV
lass uns reisen

lass uns
menschen zaehlen

sobota, 4 czerwca 2011

przemysł nienawiści albo ogórki polityczne

tym razem to przeciwko ogórkom rozpętano kampanię nienawiści. bezpodstawnie uznano je za trujące, a gdy okazało się to nieprawdą, nikt ich nawet nie przeprosił. również ludzie, którzy prywatnie w ich towarzystwie lubili pić wódkę, dla politycznych korzyści brali następnie udział w publicznym mieszaniu ich z błotem; objęło to wszystkie słoje społeczne. zyskało to już w publicystyce miano przemysłu nienawiści. czy tym razem znajdą się ludzie, którzy uruchomią na krakowskim przedmieściu przenośną szklarnię na znak solidarności z niesłusznie oczernionymi?

zrodlo: http://wyborcza.pl/1,75968,9724307,Nowe_ofiary.html

czwartek, 2 czerwca 2011

widmo krąży po europie II albo pragmatyzm wobec wirusów

wieder geht ein gespenst um in europa. es ist das ehec-virus. den gemuesehaendlern droht der wirtschaftliche ruin. bei der rueckkehr nach warschau praesentiert die mitbewohnerin einen kuehlschrank voller gurken, tomaten und salat:

"ja nie będę się przyczyniła do kryzysu polskiej gospodarki z powodu jakiejś tam afery!"

środa, 1 czerwca 2011

premiera innego rodzaju albo kryptoreklama wprost

in polen wird permanent geklaut. heisst es. also lebte ich permanent in angst und schrecken, weil ich unbedingt beweisen musste, dass in polen nicht geklaut wird. also durfte mir auf gar keinen fall etwas abhandenkommen. das ergebnis glich irgendwann paranoia in der leichteren form.
aber nun habe ich endlich ruhe und meinen ersten diebstahl hinter mir. nun muss ich niemandem mehr etwas beweisen. das ist ein sehr befreiendes gefuehl. ausserdem bin ich glimpflich davongekommen. jemand hat im schwimmbad mein shampoo und mein duschbad mitgenommen. vielleicht war auch nur die putzfrau uebereifrig, wer weiss. am liebsten waere mir freilich ein mann. am besten einer von diesen phaenotypischen kampfschwimmern, die alles erbarmungslos unterkraulen, was nicht bei drei aus dem becken gesprungen ist. gross soll er sein, mindestens zwei meter, mit grossen schultern und grossem bauch, oh ja. ein richtiger, echter mann, einer von jener sorte, die von geburt an nach moschus und irisch moos riechen und bei denen alle kleine maedchen unter der dusche ganz ganz schmutzige gedanken bekommen, ohne zutun der werbung. genau so einer. aber nun darf er den ganzen tag wie frisch aus dem obstladen duften, nach pfirsch-litschi-bambus-papaya. und sogar noch bio. schliesslich hat rossmann gerade erst die naturkosmetik endlich auch in polen eingefuehrt. ach. wenn die polen doch nur viel viel mehr klauen wuerden. das waere schoen.

poniedziałek, 30 maja 2011

ze życia zwykłego obywatela po sąsiedzku i nie tylko

feiertag. keine termine, kein wecker. doch es klingelte trotzdem beharrlich zu jeder stunde an der tuer. am fruehen nachmittag reichten kraft und bewusstsein so weit, der ursache auf den grund zu gehen. die nachbarin stand am gitter und fragte nach zigaretten. kraft und bewusstsein reichten nur fuer ein unhoefliches nein. danach war einige wochen ruhe.

das wetter war sommerlich, ueberall standen die fenster und die balkontueren offen. die geraeuschkulisse umfasste die ewig gleichen bassrhythmen vom neuen veranstaltungsort am weichselufer vier tage die woche und sieben tage die woche die lautstarken diskussionen der nachbarn. die tonfolge war immer die gleiche. meist endete es mit tuerenschlagen, manchmal klirrte es laut. der nachbar - der zu nichts taugte ausser zum trinken - trug mal ein pflaster quer ueber der stirn, mal den arm in einer schlinge. man wollte es genauer gar nicht wissen.

die nachbarin fragte schliesslich doch nach der naechsten zigarette. kopfschuetteln. dann reichte der nachbar eine schale himbeeren durchs fenster. unerbittlich. als gaebe es nicht an jeder strassenecke himbeeren zu kaufen.

fuenf minuten spaeter klingelte es an der tuer. der nachbar verlangte die himbeeren zurueck. nach dem vornamen fragte er noch. weil er alle nachnamen beim vornamen kannte. er fragte dreimal. ich sagte nichts von einem gewissen maler und seiner frau. unbekannte vornamen durften nicht gelten.

czwartek, 19 maja 2011

widmo krąży po europie albo drożyzna warszawska

ein gespenst geht um in europa. es ist das gespenst der drożyzna. es wuetet in der gesamten europaeischen union, aber in polen fuehlt es sich am meisten zuhause. und jeder pole kennt es, seitdem jarosław kaczyński es in einem unscheinbaren lebensmittelladen aufgespuert hat. der ehemalige premier und ewige prezes stellte die drożyzna zwischen gemuesestand und fleischtheke mit drei kilo zucker unter dem arm. damit das gespenst auf keinen fall entkommen konnte, hatte jarosław kaczyński eine horde leibschuetzer und einen pulk journalisten dabei. am naechsten tag titelten alle zeitungen, und die deutschen discounter in den grenznahen gebieten rationierten den zuckerverkauf auf handelsuebliche mengen von fuenf bis zehn kilo pro person und einkauf.
nun war die buechse der pandora geoeffnet, und in den folgenden wochen jagte eine eine horrormeldung die naechste: nicht nur die preise fuer zucker, aepfel und gefluegel stiegen ins unermessliche, nein, auch die erdbeeren, polnisches nationalgericht im monat juni, wurden unerschwinglich. "20 złoty das kilo!" schrie fakt. eine nationale tragoedie schien im anmarsch, aber der kelch ging noch einmal vorueber, herr kowalski konnte auch dieses jahr erdbeeren kaufen. fast schien es, als muesste man der bald ausbrechenden ehec-epidemie dankbar sein, dass sie die preise fuer obst und gemuese in den keller fallen liess. so kam die drożyzna im juni "nur" auf 5 prozent, was immer noch ein zehnjahreshoch war und durch alle zeitungen geisterte.
dem gespenst ging es also praechtig, und es vermehrte sich sogar. in der hauptstadt trat eine eigene unterart der teuerung auf den plan, die drożyzna warszawska. und die fuehrende oppositionspartei begann auch gleich mit den plaenen fuer ein referendum dagegen. denn diesmal war, so hiess es, nicht der weltmarkt schuld und nicht das klima und auch kein mutiertes bakterium, nein nein, nur die politik.
ach wenn das leben doch immer so einfach waere. bald wuerden alle erdbeerverkaeufer an ihren verkaufsstaenden unterschriftenlisten auslegen. der zuckerpreis ist in der zwischenzeit im uebrigen schon wieder gesunken.

wtorek, 17 maja 2011

przebaczenie w imię polityki

wer von euch ohne schuld ist der

steine werfen nicht nur
linke demonstranten